Probleme der Social-Media-Werbung: Wo liegen die Schwächen der Marken?

Unabhängig davon, welche Plattform Sie nutzen, ist es wichtig, zielgerichtet vorzugehen, Zielgruppen strategisch zu definieren und wirkungsvolle Inhalte zu entwickeln.

Soziale Plattformen und Apps von Drittanbietern scheinen über Nacht zu entstehen und zu verschwinden. Das macht es Marken schwer, sich an die sich ständig verändernde Landschaft anzupassen und zielgerichtete, plattformspezifische Inhalte zu entwickeln. Daher fällt es Marken oft schwer, ihre Ressourcen strategisch und zielgerichtet einzusetzen. Strategien, die 2018 noch erfolgreich waren, sind 2019 bereits überholt. Dasselbe gilt für 2020 und die Folgejahre.

Wo genau hapert es also bei Social-Media-Anzeigen? Und was können Marken tun, um diese Schwächen zu beheben? Hier sind einige häufige Fehler, die wir kanalübergreifend beobachten.

Die falsche Vorgehensweise

Marken überschneiden häufig ihre Neukundengewinnungs- und Retargeting-Aktivitäten und liefern so irrelevante Botschaften an Neu- und Bestandskunden. Das verschwendet Budget und erreicht die falschen Konsumenten zur falschen Zeit. Umgekehrt gibt es Kampagnen, die überhaupt keine Zielgruppe definieren. Ohne ein klares Bild ihrer Zielgruppe oder Ziele fällt es Marken schwer, zielgerichtete Werbung zu schalten. Bei einem Audit eines neuen Partners stellten wir fest, dass in einer früheren Kampagne Anzeigen an über 240 Millionen Menschen ausgespielt wurden, ohne dass eine Zielgruppe definiert war.

Wir haben auch schon erlebt, dass Marken eine so kleine Zielgruppe ansprechen, dass sie ihre Kampagnenziele nicht erreichen. Die richtige Balance zwischen strategischer Zielgruppenansprache und Zielgruppengröße zu finden, ist eine entscheidende Fähigkeit, die Marken beherrschen müssen, um die Reichweite und den ROI jeder Social-Media-Kampagne zu optimieren.

Inhalte erstellen und bereitstellen

Die Erstellung passender, ansprechender Inhalte kann eine Herausforderung sein. Beispielsweise schaltete ein Hersteller von Outdoor-Kochgeräten Social-Media-Anzeigen, die Lebensmittel statt der eigentlichen Produkte zeigten. Zwar sind Lebensmittel ein ansprechendes Bild – insbesondere für Nutzer, die auf Pinterest unterwegs sind –, doch eignen sie sich nicht, um bei potenziellen Kunden eine Markenidentität oder ein Produktportfolio zu etablieren.

Social-Media-Videoinhalte sind oft ein überzeugendes und effektives Mittel, um Umsatz und Nutzerbindung zu steigern. Trotzdem ist die Qualität von Videoinhalten häufig gering oder sie sind gar nicht vorhanden. 2019 erlebten wir einen regelrechten Boom bei der Videoperformance, trotz des Rückgangs des verfügbaren Angebots auf Facebook. Es gibt Möglichkeiten, Produktionskosten zu senken und dennoch hochwertige Inhalte zu erstellen. Nutzen Sie beispielsweise kostenlose Plattformen für kreative Dienstleistungen, die hervorragende Ergebnisse liefern, oder kürzen Sie Videos mit höherem Budget, um Produktionskosten zu sparen.

Da die Gesamtzahl der Nutzer sozialer Plattformen weltweit bis 2021 auf über 3.09 Milliarden steigen wird und im Jahr 2018 durchschnittlich 136 Minuten pro Tag in sozialen Medien verbracht wurden, hängt der Erfolg von Werbung von strategischen Investitionen in soziale Medien ab.

Marken werden weiterhin bedeutende Chancen verpassen, wenn sie die aufkommenden Trends und Technologien, die den Erfolg in den sozialen Medien der Zukunft bestimmen werden, nicht frühzeitig erkennen. Unabhängig davon, welche Plattform sich als nächstes durchsetzt, sollten Sie stets zielgerichtet vorgehen, Ihre Zielgruppen strategisch definieren und wirkungsvolle Inhalte entwickeln.

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by Andy Hardman
Quelle:Marketing Land

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