Sechs Jahre sind vergangen, seit der Technologieinvestor Fred Wilson auf der Konferenz die Keynote hielt und damit den Begriff „Native Advertising“ prägte. Es passt, dass Wilson ein Technologieexperte ist und die Konferenz sich mit Online-Marketing befasste. Denn für die meisten ist Native Advertising, obwohl es zweifellos an die gesponserten Inhalte vergangener Zeiten anknüpft, in erster Linie eine digitale Angelegenheit.
Native Advertising hat im digitalen Bereich deutlich an Bedeutung gewonnen. eMarketer prognostiziert, dass die Werbeausgaben in dieser Kategorie bis 2017 um 36.2 % auf 22.09 Milliarden US-Dollar steigen werden und damit erstmals den Großteil der Ausgaben für digitale Display-Werbung ausmachen.
Native Advertising beschränkt sich aber mittlerweile nicht mehr nur auf digitale Inhalte. Tatsächlich erobert es nun auch das Fernsehen. Der gleiche positive Effekt, den Native Advertising im Web erzielt hat – nämlich Marketingbotschaften so wertvoll und ansprechend zu präsentieren wie die Inhalte, vor denen sie platziert werden – findet nun auch Eingang in die Welt der bewegten Bilder.
Fernsehmanager, die sich an den Online-Natives orientieren und angesichts der zunehmenden Antipathie gegenüber Werbung im Allgemeinen alarmiert sind, gleichen Werbung und Inhalte in ihrem Programmmix neu aus – und davon werden alle profitieren.
Man kann es überall sehen:
1. Weniger, aber bessere Anzeigen ahmen Inhalte nach.
CNN, im Besitz von Turner Broadcasting, ist eines der Medienunternehmen, die schnell reagieren. Auf seinen Kanälen truTV und TNT experimentiert der Sender mit einer Reduzierung der Werbespots im Programm.
Im Gegenzug für die Halbierung der Werbelast bietet Turner den Werbetreibenden weniger, dafür längere Sendezeiten an, die für tiefgründigere, reichhaltigere Kurzfilme von bis zu zweieinhalb Minuten Länge konzipiert sind – genau die Art von Material, die viele Marketingfachleute bereits jetzt als Markencontent für ihre eigenen Kanäle produzieren.
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by Julien Verdier
Quelle: Forbes






