Wie mobile Geräte unser gegenwärtiges und zukünftiges Suchverhalten verändert haben

Nun, das Wichtigste zuerst: Mobile Suche ist nicht mobil.

Wir führen die meisten unserer Suchanfragen im Stillstand durch, durchschnittlich 70 %. Die Genauigkeit der Tasteneingaben sinkt um 30 %, weil wir uns vertikal bewegen. Dies ist einer der Hauptgründe, warum es die Sprachsuche überhaupt gibt.

Die Sprachsuche wird die Verwendung von Rechtschreibfehlern verringern, was letztendlich dazu führen wird, dass PPC-Teams in den nächsten Jahren die Anzahl der optimierten Keywords aufgrund der abnehmenden Rechtschreibfehler reduzieren werden.

Um dies etwas genauer zu untersuchen, betrachten wir die Schlüsselwörter „Hautpflege“ mit Leerzeichen und „Hautpflege“ ohne Leerzeichen.

Die Suchtrends für die Keywords „Hautpflege“ und „Skincare“ verliefen von 2004 bis 2007 größtenteils ähnlich, doch mit der Markteinführung des iPhones im Jahr 2007 begannen sich die Trends zu unterscheiden. Warum?

Ein Grund dafür ist der explosionsartige Anstieg des Mobilfunkmarktes sowie die zunehmende Nutzung von Texterkennung und Autokorrektur. Hinzu kommen unsere personalisierten Wörterbücher und gespeicherten Wörter, was das Problem noch verschärft.

Dann, im Jahr 2011, begannen sich die Suchtrends anzugleichen. Wir können nun annehmen, dass die Sprachsuche uns dazu veranlasst, das Schlüsselwort „Hautpflege“ korrekt zu verwenden.

Was wissen wir sonst noch über Mobilgeräte?

Die mobile Ansicht ist optisch identisch mit der Desktop-Ansicht, dies gilt umso mehr, seit Google die PPC-Anzeigen von der rechten Seite entfernt hat, und unser mobiles Suchverhalten wird von vielen Faktoren beeinflusst, von denen zwei folgende sind:

  • Das jeweilige Gerät selbst (hochwertige vs. günstigere Mobiltelefone)
  • Die Umgebung

Die Suchfunktionen von Smartphones der Oberklasse ähneln denen von Desktop-Nutzern, beispielsweise hinsichtlich der Suchanfragenlänge und der Verteilung der Suchanfragetypen. Es ist jedoch anzumerken, dass sich die mobile Suche noch in der Entwicklung befindet und die Forschung in diesem Bereich noch in den Anfängen steckt.

Länge der mobilen Abfrage

Früher verwendeten wir bei der Suche so wenige Zeichen wie möglich, da mehrmaliges Drücken auf älteren Handys umständlicher war – um den Buchstaben „C“ zu erhalten, mussten wir die Taste „2“ dreimal drücken. Mitte der 2000er-Jahre lag die durchschnittliche Zeichenanzahl dann bei 16.

Die Sprachsuche trägt heute maßgeblich dazu bei, da wir immer natürlicher in unsere Mobiltelefone sprechen und Anfragen in Konversationsform stellen. Aufgrund dieses Verhaltens ist die Beantwortung von Fragen zu einer effektiven Content-Marketing-Strategie geworden.

Verteilung der mobilen Abfragetypen

Eine große EU-Studie, die sechs Millionen Suchanfragen von 260,000 Suchmaschinennutzern über eine Woche umfasste, zeigte, dass sich die Kategorien der Suchanfragen enorm unterschieden, wobei mobile Suchanfragen deutlich mehr Inhalte für Erwachsene enthielten als Desktop-Suchanfragen.

Die Studie ergab außerdem, dass 60.4 % der mobilen Suchanfragen Navigationsanfragen waren und nur 29.4 % Transaktionsanfragen, sodass 10.2 % der verbleibenden Suchanfragen Informationsanfragen waren.

Es ist schwierig, an aktuelle Forschungsergebnisse, insbesondere zum Thema Sprachsuche, zu gelangen, aber ich werde in den kommenden Monaten einige neuere Studien aufspüren und weitere Artikel zum Thema Mobilgeräte schreiben – bleiben Sie gespannt!

Verbindungen können aufgrund von Mobilgeräten ausfallen.

Eines Tages wird die Anzahl der Backlinks durch mobile Endgeräte deutlich reduziert werden.

Angenommen, Sie sind Blogger, sitzen mit Ihrem Smartphone oder Tablet im Bus und lesen einen interessanten Blogbeitrag. Wahrscheinlich werden Sie sich nicht extra in den Backend-Bereich Ihres Blogs einloggen und einen href=-Link erstellen, oder?

Als mobile Nutzer teilen wir solche Inhalte eher in sozialen Medien. Ist das der Grund, warum Suchmaschinen eigene Social-Media-Plattformen betreiben? Erklärt das, warum Yandex begonnen hat, Links aus seinem Algorithmus zu entfernen? Ist das auch der Grund für die enge Zusammenarbeit zwischen Google und Twitter?

Die Zukunft des Handys

Niemand weiß genau, wohin die Reise im Mobilfunkbereich geht, aber es ist ein wichtiges Thema für eine Diskussion. Lasst uns genau das tun.

Bald wird unsere Welt, geprägt von der Nutzung mobiler Geräte, ohne ständige Vernetzung auskommen. Das Internet der Dinge könnte die Suche deutlich verfeinern und sogar personalisieren und Suchmaschinen wirklich semantisch werden lassen. Die Frage „Habe ich noch Milch im Kühlschrank, um heute Abend einen Kuchen zu backen?“ könnte es beispielsweise ermöglichen, dass Suchmaschinen mit unserem Kühlschrank kommunizieren, die vorhandene Milchmenge ermitteln und erkennen, dass zum Backen eines Kuchens mehr Milch benötigt wird als für eine Tasse Tee.

Mobiltelefone verfügen bereits über interessante Technologien wie beispielsweise Schlafüberwachung. Werden sie bald auch unsere Schweißdrüsen an den Händen erfassen und diese Information an den Computer zurückmelden können, um unsere Emotionen, etwa Angstzustände, besser zu verstehen? In Angstsituationen suchen wir nämlich deutlich häufiger nach medizinischen Informationen. Dies ist ein klassisches Beispiel dafür, wie unser inneres Befinden unser Suchverhalten beeinflussen kann.

 

 

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by Gerald Murphy

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