Da die organischen Suchergebnisse in einigen Branchen immer weniger sichtbar werden, gibt es für Einzelhändler einen klaren Grund, sich stärker auf die Optimierung der bezahlten Suche zu konzentrieren.
Werfen wir also einen Blick auf einige der wichtigsten PPC-Tipps für Online-Händler:
1. Segmentkampagnen
Google Shopping und AdWords ermöglichen es, auf Produkt- oder Keyword-Ebene zu bieten, allerdings ist dies eine Funktion, die viele Werbetreibende nicht nutzen.
Für Einzelhändler ist es besonders wichtig, Google Shopping-Kampagnen so detailliert wie möglich zu segmentieren, da der Warenbestand saisonabhängig sein kann und einzelne Artikel unterschiedliche Gebotswerte haben.
Nehmen wir zum Beispiel „Damenbekleidung“. Sie können zwar eine einzelne Anzeigengruppe erstellen, die alle Anzeigen für Damenbekleidung enthält, dies könnte jedoch leicht zu einer schlechten Performance führen.
Eine bessere Taktik wäre es, Ihre Produkte in Gruppen wie „Blusen“, „Jacken“, „Hosen“, „Shorts“ usw. zu unterteilen.
Dadurch erhalten Sie mehr Kontrolle über Ihre Gebote. Beispielsweise können Sie so saisonabhängig bieten.
Man könnte das Ganze aber noch einen Schritt weiter treiben: Es ist möglich, für jedes einzelne Produkt zu bieten. Wenn Sie also wissen, dass sich gelbe Shorts besser verkaufen als grüne, können Sie Ihre Gebote entsprechend anpassen.
2. Umweltfaktoren berücksichtigen
Bei der Überprüfung der Kampagnenleistung ist es verlockend, sich auf die Gründe zu konzentrieren, warum keine Verkäufe erzielt werden, aber vielleicht sollten Sie auch darauf achten, wann Ihre Kampagnen ihre besten Ergebnisse erzielen?
Möglicherweise stellen Sie fest, dass Ihre Verkäufe von Umweltfaktoren wie der Tageszeit, dem von den Kunden verwendeten Gerät oder dem Wetter beeinflusst werden können, an die Sie Ihre Gebotsstrategie anpassen können.
3. Geografische Gebotsmodifikatoren verwenden
Bei AdWords- und Google Shopping-Kampagnen sollten Sie die Implementierung geografischer Gebotsmodifikatoren in Betracht ziehen.
Liefern Sie nur in eine bestimmte Region? Falls ja, beschränken Sie die Sichtbarkeit Ihrer Anzeigen. Gibt es Regionen mit höherer Konversionsrate als andere? Bieten Sie dort höher!
4. Nutzen Sie die Anzeigenanpassungsfunktionen.
Das erneute Einreichen von Anzeigen zur Überprüfung kann Zeit in Anspruch nehmen, und Zeit kostet Geld.
Mit Anzeigen-Customizern können Sie jedoch eine Anzeigenvorlage mit Variablen erstellen, die von einem Feed automatisch aktualisiert wird. Dadurch entfällt der Genehmigungsprozess.
5. Finden Sie Ihr Alleinstellungsmerkmal
Mit dem Beschreibungstext in AdWords können Sie Ihren Kampagnen das gewisse Extra verleihen.
Viele Werbetreibende konzentrieren sich auf das jeweilige Produkt oder die Produktkategorie, aber Sie können sich auch auf Ihr Alleinstellungsmerkmal (USP) konzentrieren, um sich von Ihren Mitbewerbern abzuheben.
Kostenloser Versand ist heutzutage fast schon Standard, daher sollten Sie beispielsweise auf die Lieferzeiten achten.
6. Negative Schlüsselwörter hinzufügen
Dies ist ein wichtiger Bestandteil des Kampagnenmanagements. Er hilft Ihnen, Ihre Zielgruppe zu verfeinern und sicherzustellen, dass Sie qualifiziertere Klicks erhalten, und er kann Ihnen auch helfen, Ihre Gebotsstrategie zu überarbeiten.
Durch die Verwendung negativer Keywords zur Trennung von Marken- und Nicht-Marken-Traffic können Sie beispielsweise höhere Gebote für Markenprodukte abgeben. So konzentrieren Sie sich auf Nutzer, die sich bereits weiter oben im Conversion-Funnel befinden.
7. Eine separate Strategie für Kampagnen auf Desktop-Computern
Sie können eine exakte Kopie Ihrer bestehenden Desktop-Kampagne erstellen und diese für Mobilgeräte konfigurieren. Die erste Kampagne verwendet -100 % mobile Gebote und ist somit ausschließlich für Desktop-Computer und Tablets bestimmt. Die mobilen Gebote legen Sie in der zweiten Kampagne fest.
TIPP: Erfahrungsgemäß sind Anzeigen auf Mobilgeräten tendenziell etwas günstiger als solche auf Desktop-Computern, daher ist es möglicherweise nicht notwendig, so hoch zu bieten.
8. Bieten Sie ein personalisiertes Erlebnis
Während RLSA in AdWords schon seit einiger Zeit verfügbar ist, wurde die Funktion erst im Oktober 2015 in Google Shopping eingeführt.
Das sind gute Nachrichten für Einzelhändler, da Personalisierung zu einem notwendigen Bestandteil von PPC-Strategien wird.
Insbesondere zeigen aktuelle Forschungsergebnisse von Quantcast, dass 37 % der Verbraucher erwarten, dass Werbung auf Mobiltelefonen relevanter ist als Werbung auf anderen Geräten.Dies bedeutet, dass es ratsam ist, RLSA zur Ansprache verschiedener Zielgruppen zu verwenden: Warenkorbabbrecher, Nutzer, die bestimmte Produkte oder Seiten angesehen haben, Käufer usw.
Personalisierung gewinnt insbesondere bei der Optimierung von PPC-Kampagnen im E-Commerce zunehmend an Bedeutung. Da jedoch mangelndes Wissen und Zeit für viele Online-Händler erhebliche Hürden darstellen, helfen ihnen fortschrittliche Lösungen dabei, nicht nur ein personalisiertes Erlebnis zu bieten, sondern dies auch in Echtzeit entsprechend den verschiedenen Phasen des Kaufprozesses des Nutzers zu tun.
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by Mark Haupt
Quelle: ClickZ






