Früher kennzeichneten Anzeigen in der Zeitung und ein Ladengeschäft die Präsenz eines Unternehmens. Heute, im digitalen Zeitalter, steht und fällt der Ruf eines Unternehmens mit seiner Online-Präsenz. Marken nutzen soziale Medien, um zu werben, ihre Online-Präsenz zu stärken und einen erstklassigen Kundenservice zu bieten. Diese Trends werden sich 2017 fortsetzen, und es kommen neue hinzu. Betrachten wir die wachsende Bedeutung sozialer Medien im E-Commerce genauer.
Bezahlte Werbung.
Angesichts der nahezu absurden Möglichkeiten zur Personalisierung von Facebook-Anzeigen (Alter, Standort, Präferenzen usw.) und der detaillierten Ergebnisberichte von Facebook ist es für Marken ein Kinderspiel, weiterhin auf Facebook und andere Social-Media-Werbung zu setzen. Auch für Facebook selbst ist dies ein Gewinn: Das Unternehmen erzielte 2016 Werbeeinnahmen von über 7 Milliarden US-Dollar.
Die erfolgreichsten Marken im Jahr 2017 werden diejenigen sein, die ihre Reichweite und Effektivität durch bezahlte Social-Media-Werbung maximieren. William Harris, E-Commerce-Wachstumsberater bei elumynt.com, erklärt: „Ich beobachte, dass E-Commerce-Marken deutlich mehr in bezahlte Social-Media-Werbung investieren, und ich denke, dieser Trend wird sich 2017 fortsetzen. Es reicht nicht mehr aus, einfach nur Anzeigen bei Google Shopping zu schalten. Man muss eine gute Zielgruppe über Facebook- und Instagram-Anzeigen sowie zunehmend auch über Pinterest und andere bezahlte Social-Media-Plattformen erreichen. Die Einrichtung und Erfolgsmessung dieser Kampagnen wird immer einfacher, weshalb immer mehr Marken diesen Weg einschlagen werden.“
Private Nachrichten.
Analysten haben in den letzten Jahren einen interessanten, unerwarteten Trend beobachtet. Während die Nutzung öffentlicher sozialer Netzwerke wie Facebook und Twitter rückläufig ist, erleben private Messengerdienste einen regelrechten Boom. WhatsApp, Snapchat und Facebook Messenger sind wahre App-Giganten mit enormen Nutzerzahlen in Milliardenhöhe.
Wohin die Menschen gehen, müssen die Unternehmen folgen, und Marken dringen mithilfe von Chatbots in den privaten Nachrichtenverkehr vor. Chatbots sind KI-gesteuerte Persönlichkeiten, die echte Gespräche simulieren können, Fragen zu Produkten beantworten, Empfehlungen aussprechen und Kundenbeschwerden bearbeiten.
Die Verbraucher gewöhnen sich langsam an die Idee. Laut Venturebeat.com bevorzugen 49.4 Prozent der Kunden die Kontaktaufnahme mit einem Unternehmen über einen rund um die Uhr verfügbaren Messengerdienst gegenüber dem Telefon. Marken täten gut daran, die Nutzung von Catboat-Diensten als zusätzlichen Kommunikationskanal zu prüfen.
Darüber hinaus bieten viele private Messengerdienste mittlerweile eine Finanzintegration an. WeChat zu öffnen, mit einem KI-gestützten Markenbotschafter zu chatten und ein Produkt zu kaufen, ohne die App auch nur einmal schließen zu müssen, ist im Jahr 2017 durchaus denkbar.
In-App-Käufe.
Je schwieriger es ist, etwas zu kaufen oder darauf zuzugreifen, desto unwahrscheinlicher ist es, dass wir den Kauf abschließen. Das erklärt, warum E-Commerce-Websites mit langen Ladezeiten höhere Absprungraten aufweisen und Online-Shops mit umständlichen Benutzeroberflächen weniger verkaufen. Produkte lassen sich bereits über Instagram, Pinterest und Twitter kaufen. Sobald Apple Pay weit verbreitet ist, wird es fast beängstigend sein, sich vorzustellen, wie einfach Impulskäufe sein werden – sieht man etwas in den sozialen Medien, das einem gefällt, wird es mit einem Wisch nach Hause geliefert. Marken sollten daher umgehend prüfen, wie sie ihre Produkte über soziale Netzwerke verkaufen können, indem sie eine starke Werbepräsenz mit einem einfachen Kaufprozess kombinieren.
Was kommt als Nächstes?
In diesem Jahr werden soziale Medien nicht nur im E-Commerce, sondern – wie schon in den letzten Jahren – in allen Bereichen unseres sozialen Lebens eine wichtige Rolle spielen. Darüber hinaus werden zahlreiche neue Technologien sozialer Netzwerke, darunter leistungsstarke Werbetools, Chatbots und In-App-Käufe sowie ein verbessertes Design, den E-Commerce einfacher und umfangreicher denn je machen.
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by ELLIE MARTIN
Quelle: Unternehmer






