Unternehmen haben heute weit mehr zu bieten als nur ihre Kernprodukte und -dienstleistungen. Sie wollen Inhalte verkaufen – hochwertige und wertvolle Inhalte. Und da Konsumenten diesen Inhalten gegenüber aufgeschlossen sind, ist es kein Wunder, dass so viele Marketingfachleute Native Advertising nutzen, um sich im überfüllten digitalen Werbemarkt Gehör zu verschaffen.
Wir haben bei DMN bereits viel über die Expansion und die Erfolgsaussichten von Native Advertising berichtet, aber es gibt ein paar Trends, die jetzt schon erwähnenswert sind.
Zum einen haben Verlage immer noch Schwierigkeiten, die Richtlinien der FTC für Native Advertising einzuhalten, die im Dezember 2015 eingeführt wurden.
MediaRadar, ein auf digitale Verlage spezialisiertes Marktforschungsunternehmen, veröffentlichte Anfang des Jahres einen Bericht über die anhaltenden Compliance-Probleme im Bereich Native Advertising. Das Unternehmen gab an, Tausende von Native Ads von fast 13,000 Marken untersucht zu haben.
Der Bericht ergab, dass die Anzahl der FTC-konformen Publisher im Bereich Native Ads zwar seit Ende 2015 jährlich um 119 % gestiegen ist, 37 % der Publisher jedoch weiterhin gegen die FTC-Richtlinien verstoßen. Der Großteil dieser Richtlinien befasst sich mit Transparenz und der klaren Unterscheidung zwischen bezahlten und regulären Inhalten.
Andererseits strömen Publisher laut MediaRadar mit beeindruckenden 610 neuen Werbetreibenden pro Monat zum Native-Ad-Format. Diese Werbetreibenden schalten ihre Native-Kampagnen jedoch durchschnittlich nur zwei Monate lang, was 2016 zu einer Kampagnenverlängerungsrate von rund 33 % führte.
„Wir stellen fest, dass einige Unternehmen Native Advertising so erfolgreich implementiert haben, dass es sich wirtschaftlich wirklich lohnt … gleichzeitig sehen wir aber auch, dass es viele weitere Unternehmen gibt, auf die das nicht zutrifft“, sagt Todd Krizelman, CEO und Gründer von MediaRader. „Ihre Implementierung funktioniert nicht so gut, und wir beobachten daher sehr niedrige Vertragsverlängerungsraten und unzufriedene Kunden.“
Laut Krizelman tun Werbetreibende, die erfolgreiche Native-Ad-Kampagnen schalten, nichts Außergewöhnliches oder übermäßig Kompliziertes. Der wichtigste Faktor für eine effektive Native Ad ist heutzutage – neben der Einhaltung der FTC-Richtlinien – Zeit.
„Wir haben festgestellt, dass Kampagnen mit einer Laufzeit von sechs Monaten oder länger die besten Ergebnisse erzielen. Bei einer sechsmonatigen Kampagne hat man genügend Zeit, um Kurskorrekturen vorzunehmen“, so Krizelman. „Ein weiterer wichtiger Faktor ist die Qualität der bezahlten Inhalte. Das Bezahlmodell funktioniert nur, wenn die Inhalte qualitativ sehr hochwertig und für die Zielgruppe der Website relevant sind.“
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by perry simpson
Quelle: DMN






