Merkmale hervorragender nativer mobiler Anzeigen
Der Begriff „Native Ads“ in der Werbung bezeichnet im Allgemeinen Anzeigen, die sich nahtlos in ihre Umgebung einfügen und für den Nutzer wie ein Teil des App-Inhalts wirken. Diese Integration geht weit über das Anzeigenformat hinaus, das zwar wichtig ist, aber auch die Art und Weise der Anzeigendarstellung berücksichtigt. Native Ads gewinnen im mobilen Bereich zunehmend an Bedeutung, unter anderem aufgrund ihrer Klickraten (CTR), die fast fünfmal höher sind als bei herkömmlichen Display-Anzeigen. Diese Anzeigen sind jedoch dann besonders erfolgreich, wenn ein intelligentes App-Design es ermöglicht, sie Nutzern anzuzeigen, ohne deren Nutzungsfluss in der App zu beeinträchtigen. Wenn Anzeigen unaufdringlich (in Bezug auf Design und Timing) und gleichzeitig relevant für die Nutzer (durch präzises Targeting) wirken, klicken diese häufiger darauf. Dies führt zu höheren Klickraten und steigert die Nachfrage der Werbetreibenden nach diesem Format sowie den Bedarf an Skalierbarkeit.
Ein Ansatz zur Skalierung
Eine Möglichkeit, der steigenden Nachfrage nach nativen Werbeformaten gerecht zu werden, ist die Automatisierung. Bei Bannerwerbung, Videos und mehr ist dies bereits Standard, und nun feiert auch Native Advertising sein programmatisches Debüt. Als Methode zur Automatisierung des Kaufs und Verkaufs von Werbeflächen verbessert sich Programmatic Advertising stetig, da Herausforderungen in Bezug auf Transparenz und Kontrolle bewältigt werden. Werbetreibende erhalten durch den direkten Zugriff auf Inventar einen besseren Einblick, wie und wo sie Werbeplätze kaufen. Dies bietet ein hohes Maß an Markensicherheit, da Werbetreibende die Apps auswählen können, in denen ihre Anzeige geschaltet wird, und somit die richtige Zielgruppe erreichen. Darüber hinaus bietet Programmatic Advertising direkte Einblicke in die verfügbaren Apps und ermöglicht es Werbetreibenden, entweder automatisch anhand voreingestellter KPIs zu optimieren oder die für sie besten Traffic-Quellen manuell festzulegen.
Ansprache einer mobilen Zielgruppe für größere Relevanz
Die Targeting-Möglichkeiten werden immer ausgefeilter und ermöglichen es, qualitativ hochwertigere Nutzer zu erreichen und anzusprechen. Dies zeigt sich besonders im Mobile-Bereich, wo Marketer die Leistungsfähigkeit von Data-Management-Plattformen (DMPs) nutzen, die riesige Mengen anonymisierter mobiler Daten speichern, um die gewünschten Nutzer zu finden. Dieser zielgruppenorientierte Ansatz, der Kampagnen auf spezifische Nutzergruppen ausrichtet, stellt einen entscheidenden Wandel in der Art und Weise dar, wie Werbetreibende die richtigen Nutzer für ihre Apps suchen. Beispielsweise möchten Werbetreibende sicherstellen, dass ihre Fußball-App in Ländern, in denen Fußball Nationalsport ist, einem männlichen Publikum angezeigt wird. Programmatischer Einkauf hilft ihnen dabei, ihre Anzeige den richtigen Personen zu präsentieren, und das funktioniert im Mobile-Bereich eindeutig: Laut eMarketer werden im nächsten Jahr bis zu 75 Prozent der programmatischen Display-Anzeigen für mobile Plattformen und nicht für Desktop-Plattformen verkauft.
Sie zusammenbringen
Der Weg zu nativer programmatischer Werbung verlief nicht reibungslos. Bislang bestand die größte Herausforderung beim programmatischen Verkauf nativer Anzeigen darin, dass deren unterschiedliche Formate eine Standardisierung erschwerten. Der OpenRTB 2.3-Standard des Interactive Advertising Bureau (IAB) machte die Etablierung von Standards jedoch zu einer Priorität, die mittlerweile in der Branche relativ weit verbreitet sind. Es wird erwartet, dass 2017 über 10 Milliarden US-Dollar über das OpenRTB-Protokoll gehandelt werden. Da sich immer mehr Publisher für die Einblendung von nativen Anzeigen gemäß diesen Standards in ihren Apps entscheiden, war es für Werbetreibende noch nie so einfach, native Anzeigen in großem Umfang zu platzieren.
Die Standardisierung nativer Werbeformate hat die Erstellung von Anzeigen deutlich vereinfacht – in der Regel innerhalb weniger Minuten. Um dem OpenRTB 2.5-Format des IAB zu entsprechen, müssen native Anzeigen lediglich Elemente herkömmlicher Banneranzeigen enthalten, die dann modular in das vom Publisher verwendete native Format integriert werden.
Wir gehen davon aus, dass Werbetreibende, die dem Format aufgrund von Unsicherheiten wie Skalierung und Designanforderungen bisher skeptisch gegenüberstanden, künftig zunehmend Gefallen an Native Ads finden werden. Wir als Marketer werden erleben, wie programmatische Native Ads sich als einzige skalierbare Methode etablieren, um hochwertige Nutzer im gesamten mobilen Spektrum zu konvertieren, zu binden und langfristig zu halten.
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by ASHWIN SHEKHAR
Quelle: App-Entwickler-Magazin






