Um diese Frage zu beantworten, müssen wir zunächst untersuchen, wie Werbetreibende und Agenturen heute Medien einkaufen. Wenn das Ziel eines Werbetreibenden darin besteht, Zielkunden zu erreichen, basiert der Medieneinkauf auf Zielgruppendemografie und nicht auf dem Kauf bestimmter Websites. Dies gilt insbesondere für programmatische Werbung, bei der Impressionen aus riesigen Inventarmengen von Werbebörsen und Netzwerken bezogen werden können. Bei dieser Art des Medieneinkaufs besteht nur begrenzte Kontrolle darüber, in welchem Kontext die Werbung erscheint.
Wenn Sie beispielsweise Männer zwischen 20 und 39 Jahren ansprechen, die sich für den Kauf eines Neuwagens interessieren und anschließend eine extremistische Website besuchen, kann Ihnen eine Markenwerbung angezeigt werden. Wichtig ist, dass verschiedene Marken unterschiedliche Risikodefinitionen haben; so wird beispielsweise eine familienfreundliche Marke in puncto Markensicherheit deutlich vorsichtiger vorgehen als eine Glücksspielmarke.
Hier sind 5 Tipps zum Schutz Ihrer Marke im Internet:
- Seitenbasierter Schutz reicht nicht aus. Domainbasierter Schutz ist nicht ausreichend. Verschiedene Webseiten einer Website behandeln unterschiedliche Themen und bergen daher unterschiedliche Risiken. Stellen Sie sicher, dass Sie einen seitenbasierten Schutz für einen umfassenden Schutz nutzen.
- Es ist nicht alles schwarz-weiß. Verlassen Sie sich nicht nur auf ein oder zwei Methoden, um Ihre Marke zu schützen. Nutzen Sie eine Kombination aus blockierten und zulässigen Domains, Keywords und Seitenanalysen für eine umfassende Lösung.
- Richten Sie Ihre Listen nicht einfach ein und kümmern Sie sich nicht weiter darum. Stellen Sie sicher, dass Ihre Block- und Keyword-Listen aktuell sind – und überprüfen Sie sie regelmäßig. Sobald neue Skandale, internationale Krisen oder andere Probleme für Ihre Marke auftreten, sollten Sie Ihrer Liste neue Keywords hinzufügen.
- Programmatische Leistungssteigerung. Nutzen Sie Predictive Targeting auf Demand-Side-Plattformen (DSPs), um sicherzustellen, dass Ihre Anzeigen in sicheren Umgebungen erscheinen. Mit Predictive Targeting-Segmenten können Sie riskante Inhalte vermeiden und nur für Impressionen bezahlen oder bieten, die Ihren Markensicherheitsanforderungen entsprechen.
- Blockierung. Um einen umfassenderen Schutz vor riskanten Inhalten zu gewährleisten, integrieren Sie die Möglichkeit, Impressionen in Ihre Markensicherheitslösung zu blockieren. Dadurch wird verhindert, dass Ihre Anzeigen in der Nähe riskanter Inhalte ausgeliefert werden. Beachten Sie, dass Sie für die Echtzeit-Blockierung externe Werbeserver benötigen.
Markensicherheit ist kein neues Problem. Wir bei IAS entwickeln seit 2009 effektive Lösungen für Markensicherheit. Doch neue Bedrohungen können unerwartet auftreten. Nachdem die Branche den Fokus wieder verstärkt auf Markensicherheit gerichtet hat, stellt sich die Frage: Wie geht es in diesem Bereich weiter? Da Marken, Agenturen und Verbraucher zunehmend das Ausmaß der Risiken erkennen, denen Online-Werbung ausgesetzt sein kann, hoffen wir, dass die Branche künftig proaktiver gegen diese Herausforderung vorgeht und gemeinsam Lösungsansätze entwickelt.
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Quelle: Die Drum-






