E-Mail-Marketing und Online-Werbung – das perfekte Duo

Marketing ist ein hartes Geschäft. Von der Identifizierung verschiedener Quellen zur Kundengewinnung und deren Onboarding bis hin zur Kundenbindung und -motivation – Marketer müssen viele Hürden überwinden, um treue Kunden zu gewinnen. Erschwerend kommt hinzu, dass weltweit Millionen von Marketern um die Aufmerksamkeit potenzieller Kunden buhlen, was den Wettbewerb im Marketingbereich extrem hoch macht.

Dank der vielfältigen Kanäle, die Marketern zur Verfügung stehen, um ihre Zielgruppe zu erreichen, können sie die Performance jedes Kanals analysieren und ihre Marketingstrategien entsprechend optimieren. Der ROI ist zwar der wichtigste Indikator für die Performance, hängt aber indirekt davon ab, wie gut die Kundengewinnung und -bindung funktioniert haben.

Laut einer 2017 von Targetmarketing durchgeführten Umfrage war E-Mail für beide Kanäle die beliebteste Informationsquelle. Interessanterweise verzeichnete Online-Werbung ein deutliches Wachstum bei der Neukundengewinnung (von 43 % im Jahr 2016 auf 56 % im Jahr 2017).


Wie Online-Werbung dem E-Mail-Marketing zugutekommen kann
Was wäre, wenn wir die Kundengewinnungskraft von Online-Werbung mit den bereits rasant steigenden E-Mail-Statistiken kombinieren könnten? Würde das zu einer besseren Customer Journey und damit zu höheren Konversionsraten führen? Finden wir es heraus.

Die weltweite Verfügbarkeit des Internets bedeutet, dass zwar nicht jeder eine E-Mail-Adresse besitzt, aber dennoch täglich beliebte Websites besucht. Das heißt, während Sie für den Versand einer E-Mail die E-Mail-Adresse Ihres potenziellen Kunden benötigen, kann dieser eine Online-Anzeige auf einer Website, die er gerade besucht, problemlos sehen, ohne dass Sie zuvor Daten von ihm erfassen müssen. Darüber hinaus bietet eine strategisch auf einer Website platzierte Display-Anzeige eine größere Reichweite als eine Kaltakquise per E-Mail. Online-Werbung kann das E-Mail-Marketing auf drei Arten unterstützen:

  • ListenwachstumDie effektivste Anwendung von Online-Werbung ist die Schaltung von Anzeigen, um Besucher zum Abonnieren Ihres E-Mail-Newsletters zu animieren. Sie beginnen mit der Identifizierung Ihrer Zielgruppe, erstellen eine Kundenpersona basierend auf gemeinsamen Interessen, bieten einen attraktiven Anreiz in Ihrer Anzeige – und schon werden Ihre Anzeigen auf Webseiten geschaltet, die Ihre potenziellen Abonnenten besuchen. Wenn Ihr Anzeigentext deren Problem anspricht und der Anreiz eine gesuchte Lösung darstellt, erhalten Sie die E-Mail-Adressen dieser Interessenten. So nutzte beispielsweise das Time Magazine neun Banneranzeigen, die auf den Geräten der Website-Besucher basierten, um E-Mail-Leads zu generieren. Die Ergebnisse waren hervorragend: Die Klickrate (CTR) der geschalteten Banner stieg von 0.01 auf 0.08 % des gesamten Traffics.
  • Kampagnenspezifischer TonOnline-Werbung bietet den Vorteil, dass sie auf Basis von Alter, Geschlecht, Standort und Verhalten personalisiert werden kann. Durch die Verknüpfung der E-Mail-Adressen Ihrer Abonnenten mit den gespeicherten Cookies können Sie überwachen, mit welcher Art von Werbung die Abonnenten interagieren, und den Ton der E-Mail-Nachricht anpassen, um eine bessere Interaktion zu erzielen.
  • Festlegung der E-Mail-Versandzeit basierend auf der AnzeigennutzungJeder E-Mail-Marketer hat schon einmal nach dem optimalen Versandzeitpunkt gesucht, um maximale Öffnungsraten zu erzielen – bis man erkannte, dass es keinen allgemeingültigen Zeitpunkt gibt. Basierend auf dem Zeitpunkt, an dem Sie in einer bestimmten geografischen Zone die meisten Klicks auf Ihr Displaybanner erhalten, können Sie ein Zeitfenster abschätzen, in dem Ihre Abonnenten Ihre E-Mails wahrscheinlich öffnen. Auch wenn dies nicht den exakt besten Zeitpunkt für den E-Mail-Versand angibt, können Sie durch Ausprobieren experimentieren.

Wie E-Mail-Marketing der Online-Werbung zugutekommen kann

Einem durchschnittlichen Nutzer werden monatlich rund 1700 Banneranzeigen angezeigt, doch 85 % der angeklickten Display-Anzeigen stammen von lediglich 8 % der Internetnutzer. Das bedeutet:

  • Ihre Abonnenten erhalten möglicherweise keine relevanten Anzeigen, die auf ihrer Kaufhistorie basieren.
  • Ihre Abonnenten könnten aufgrund der hohen Anzahl von Werbeanzeigen auf einer anderen Website, die sie besucht haben, unter Bannerblindheit leiden.

E-Mail-Marketing kann in solchen Fällen hilfreich sein, indem es auf die Präferenzen der Abonnenten zugeschnittene Inhalte bietet. E-Mail-Marketing kann in folgenden Szenarien ein wichtiger Faktor für Ihre Online-Werbung sein:

  • Steigerung der MarkensichtbarkeitOnline-Anzeigen werden basierend auf Suchkriterien geschaltet, die von allgemein wie „Männer“ oder „Männer zwischen 30 und 35 Jahren“ bis hin zu spezifisch wie „Männer zwischen 30 und 35 Jahren aus der San Francisco Bay Area suchen Wanderschuhe“ reichen können. Wenn Sie bereits eine Buyer Persona ausschließlich auf Basis des Online-Verhaltens Ihrer Abonnenten erstellt haben, können Sie Ihre Anzeigen gezielt an Interessenten ausspielen, die dieser Buyer Persona entsprechen. So nutzen Sie Ihre bestehende E-Mail-Liste, um weitere potenzielle Kunden zu identifizieren und anzusprechen und dadurch Ihre Markenbekanntheit zu steigern.
  • Retargeting von AnzeigenEine einfache Anpassung des herkömmlichen Website-Retargetings ermöglicht es Ihnen, E-Mail-Abonnenten per E-Mail-Retargeting gezielt anzusprechen. Dabei wird ein Tracking-Pixel oder -Cookie in den E-Mail-Text eingebettet. Je nachdem, welche E-Mail Ihre Abonnenten zuletzt geöffnet haben, können Sie ihnen personalisierte Online-Banner und -Anzeigen als Erinnerung einblenden. Dies ist besonders hilfreich, wenn ein Abonnent seinen Warenkorb abgebrochen und die entsprechenden E-Mails zur Warenkorbabbruch-Erinnerung geöffnet hat, aber noch nicht zum Warenkorb zurückgekehrt ist.
    1. Social-Media-Werbung unter Verwendung von E-Mail-ListenBei Social-Media-Anzeigen erstellen Sie Zielgruppensegmente basierend auf deren Interaktionen in den sozialen Medien. Der entscheidende Vorteil: Retargeting-Optionen werden bereits von Social-Media-Plattformen wie Facebook Custom Audiences, Twitter Tailored Audiences, Google Customer Match und LinkedIn Advertisers unterstützt.

Einpacken:

Manchmal reicht der Nutzen einer einzelnen Marketingplattform nicht aus, und die Einrichtung zweier Plattformen kann sehr zeitaufwendig sein. Langfristig kann sich der Nachteil einer Plattform jedoch durch eine zweite als äußerst vorteilhaft erweisen. Stimmen Sie dem obigen Artikel zu? Teilen Sie Ihre Meinung in den Kommentaren unten mit.

 

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by Kevin Georg

Quelle: business2community.com

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