Mehr Daten sind nur die halbe Miete, denn Marketingfachleute erkennen die Bedeutung von Benutzerfreundlichkeit im großen Maßstab.
Der Kunde steht immer an erster Stelle. Dieses Sprichwort wurde schon unzählige Male verwendet. Doch es ist heute genauso wichtig wie eh und je. Konsumenten verlagern ihren Lebensstil in beispiellosem Tempo in Richtung digitaler Technologien. Um diese Zielgruppen zu erreichen, erkannten Marken, dass sie ihnen Wertschätzung entgegenbringen mussten. Dass Konsumenten personalisierte Erlebnisse verdienten, die auf ihren individuellen Interessen basierten. Sie verdienten Individualisierung.
Die Lösung schien einfach: mehr Daten. Je mehr, desto besser. Die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit von Big Data im Hinblick auf die Interaktion mit Konsumenten waren unbestreitbar, brachten aber auch zuvor unvorhergesehene Probleme wie Zugänglichkeit und Umsetzbarkeit mit sich. Wie sollte eine Marke angesichts dieser Datenflut die Touchpoints über verschiedene Kanäle hinweg orchestrieren und verfolgen, um daraus handlungsrelevante Erkenntnisse zu gewinnen und konkrete Umsätze zu generieren? Das Potenzial war vorhanden, doch wie man es nutzte, blieb ein Rätsel.
Das Big-Data-Dilemma
Die beschleunigte Entwicklung hin zu einer digitalisierten Kultur hat unsere Agilität zweifellos gesteigert. Doch damit einher ging auch eine zunehmende Komplexität. Diverse Projektmanagement-Anwendungen, ein E-Mail-Anbieter, ein Landingpage-Hoster, eine Direktmailing-Lösung – die Liste ließe sich fortsetzen. Marketingteams arbeiten heute mit Dutzenden verschiedener Tools, um sich die Arbeit zu erleichtern. Doch mit jeder neuen Lösung wird die technische Landschaft unübersichtlicher. Die Daten sind zwar jederzeit verfügbar, aber dies geht auf Kosten der Datenqualität und der effektiven Systemintegration.
Für viele liegt das Problem in der Vielzahl an Apps – wie Ihnen viele CTOs bestätigen werden. Wäre dem so, wären Smartphones und Laptops kaum noch zu bedienen. Das eigentliche Problem liegt in der Vernetzung der Marketing-Tools, die Marken einsetzen. Die Personalisierung von Botschaften und Marketingmaßnahmen entlang der Customer Journey ist schon schwierig genug. Doch die Herausforderung vervielfacht sich, wenn Tools, Lösungen und Daten nicht miteinander kommunizieren. Ziel sollte nicht die Reduzierung von Ressourcen sein, sondern die Schaffung einer integrierten, dynamischen und jederzeit zugänglichen Sicht auf die Kundendaten.
Der Wunsch nach besseren und umsetzbaren Erkenntnissen hat zur Entstehung von Customer Data Platforms (CDPs) geführt, die Kunden- und Interessentendaten in einem Ökosystem vereinen. Sie bieten einen zentralen Datenspeicher, der die Kundenansprache vereinfacht, lösen aber nicht alle Probleme vollständig. Der nächste Schritt besteht darin, diese Daten nutzbar zu machen, sie zugänglich und handlungsrelevant zu gestalten, um fundiertere Geschäftsentscheidungen zu treffen und individuellere Marketingkampagnen zu entwickeln.
Big Data sollte fließen
Die Zusammenführung von Daten ist ein großer Schritt. So groß sogar, dass viele Marketer hier stehen bleiben. Doch das ist erst die halbe Miete. In dieser Phase sind die Daten im Grunde eine Blackbox, die nur von wenigen gesehen oder verstanden wird. Um ihr wahres Potenzial zu erschließen, ist es wichtig, die Daten für alle zugänglich und nutzbar zu machen. Dadurch wird es Teams nicht nur leichter, Erkenntnisse auszutauschen, zusammenzuarbeiten und darauf zu reagieren, sondern der Prozess wird auch transparenter. Das hilft Marketern, die richtigen Fragen zu stellen, um ihre Maßnahmen zu optimieren.
Um dies zu erreichen, ist die Zusammenarbeit mit einem Partner entscheidend, der sich nahtlos in die bestehenden Systeme integrieren lässt. Kann die Customer Data Platform (CDP) die aktuell genutzten Lösungen nicht erkennen, gehen alle Vorteile und damit der eigentliche Zweck einer CDP verloren. Ziel der CDP ist es, die Arbeit interner Teams zu skalieren und zu optimieren und ihnen gleichzeitig einen einheitlichen Überblick über alle Kundendaten zu ermöglichen.
Wie Sie den Wert Ihrer Daten erschließen können
Wir haben einige Probleme erörtert, die durch Big Data entstehen können, und warum es dennoch wichtig ist. Vor diesem Hintergrund stellen wir Ihnen hier einige Möglichkeiten vor, wie Marketer aktuelle Marketingtechnologien und -strategien nutzen können, um ihre Daten optimal auszuschöpfen.
Gewährleisten Sie Funktionalität mit geringem oder keinem Programmieraufwand.
Einer der anstrengendsten Aspekte des Datenmanagements ist genau das: die Verwaltung selbst. Daten exportieren und importieren, Diagramme erstellen, bestimmte Konten abrufen – das kann entmutigend sein. Nutzen Sie Tools, mit denen Marketer viele dieser Elemente per Drag & Drop verschieben und automatisch ausfüllen können, um die Datenanalyse zu vereinfachen.
Verknüpfe Erstanbieterdaten mit der Absicht
Sowohl First-Party- als auch Third-Party-Daten eignen sich hervorragend, um Zielgruppen effektiv anzusprechen und zu konvertieren. Es wäre jedoch ein Fehler, sich ausschließlich auf einen der beiden Datensätze zu verlassen. First-Party-Daten liefern zwar wertvolle Erkenntnisse darüber, an welchen Produkten oder Dienstleistungen sich Kunden auf Ihrer Website am meisten interessieren, bieten aber darüber hinaus nur begrenztes Potenzial. Ergänzen Sie Ihre First-Party-Daten daher mit Third-Party-Daten, um umfassendere Einblicke in das Online-Verhalten, die Aktionen und die Interessen Ihrer Kunden zu gewinnen.
Investieren Sie in Cookie-lose Identitätsauflösungsverfahren
Die Abschaffung von Cookies ist zwar noch nicht ganz da, aber nach den Ankündigungen von Apple und Google im letzten Jahr unausweichlich. Daher ist es für Marketer wichtig, einen vielschichtigen Ansatz zu entwickeln, um Kunden über alle Marketingkanäle und in jeder Phase des Sales Funnels hinweg zu identifizieren und anzusprechen. Am effektivsten gelingt dies durch die kontinuierliche und automatische Anreicherung eigener Daten mit umfassenden Drittanbieterdaten, die Aufschluss über sich verändernde Verbrauchereinstellungen in Echtzeit geben.
Trenne Erkenntnisse nicht von Maßnahmen
Anders gesagt: Machen Sie es sich nicht unnötig kompliziert. CDPs sind hervorragend geeignet, um Daten zu verknüpfen, aber der nächste Schritt besteht darin, diese Daten denjenigen zugänglich zu machen, die sie auch tatsächlich nutzen werden. Analysetools sind ideal für diejenigen, die sich täglich damit auseinandersetzen. Die wahre Stärke liegt jedoch darin, die in der CDP gesammelten Daten allen Nutzern eines Netzwerks über die von ihnen am häufigsten verwendeten Anwendungen und Tools zugänglich zu machen.
Fazit
Daten können und sollten für Marketingteams ein echter Demokratisierer sein. Allzu oft empfinden Marketer Daten als unzugänglich oder verwirrend. Angesichts der fortschreitenden Digitalisierung ist auch ein Wandel innerhalb der Marketingteams notwendig. Marketing-Automatisierungs- und Analysetools können dazu beitragen, die in den Daten verborgenen Erkenntnisse preiszugeben. Durch diese Zugänglichkeit lassen sich Erkenntnisse schnell und unabhängig gewinnen, sodass Marketer ihre Strategien anpassen und effektiver als je zuvor optimieren können.
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by Zeta Global
Quelle: MarTech.org






