Betrugsprävention in der mobilen Werbung

In der heutigen, von mobilen Endgeräten geprägten Welt machen sich Marken und Marketingfachleute zunehmend Sorgen über Betrug, insbesondere wenn es um mobile Werbung und die Analyse von Leistungskennzahlen geht.

Tatsächlich nennen 78 Prozent der Markenverantwortlichen Anzeigen- und Bot-Betrug als eine ihrer größten Sorgen.

Da mobile Endgeräte immer mehr zur bevorzugten Plattform für die Kundenansprache werden, konzentrieren sich Marketingfachleute verstärkt darauf, ihr Betrugsrisiko zu minimieren. Und das aus gutem Grund. Einem aktuellen Bericht zufolge könnten Marken in diesem Jahr 16.4 Milliarden US-Dollar durch Online-Werbebetrug verlieren.

Mobile Werbetreibende sind mit verschiedenen Formen von Betrug konfrontiert: Betrug bei Impressionen, Installationen und Klicks wirkt sich allesamt nachteilig auf die Leistungskennzahlen und die allgemeine Glaubwürdigkeit einer Marke aus.

Es gibt eine Vielzahl von Strategien, die Marken anwenden können, um diese Bedrohungen zu vermeiden.

Mit der zunehmenden Menge an verfügbaren Daten können Werbetreibende ihre Techniken anpassen und diese Daten nutzen, um ihre Anzeigen gezielter auszurichten und zu positionieren. Dadurch verringern sie ihr Risiko für Anzeigenbetrug erheblich und steigern gleichzeitig die Werbewirksamkeit.

Hier sind vier Strategien, die Marken umsetzen können:

● Anzeigen auf hochwertige Veranstaltungen ausrichten: Um Betrug entgegenzuwirken, sollten Werbetreibende ihre Anzeigen auf besonders wertvolle Ereignisse wie einen Kauf oder die Anmeldung zu einem Newsletter ausrichten.

Die Einbeziehung von Leistungskennzahlen, die über Impressionen hinausgehen, ist ein verlässlicher Weg, das Betrugsrisiko zu reduzieren.

Durch die Schaffung von Aktionen, die über die typischen Bot-Fähigkeiten hinausgehen, wie z. B. das Klicken auf eine Anzeige und das Tätigen eines Kaufs oder die Angabe persönlicher Daten und die Anmeldung, um mehr zu erfahren, können Werbetreibende ein klareres Verständnis davon gewinnen, wer mit ihren Anzeigen interagiert und wie die Anzeige abgeschnitten hat.

Zudem geben hochwertige Ereignisse Aufschluss über das tatsächliche Nutzerverhalten und liefern Marketingfachleuten wichtige Erkenntnisse und Daten für zukünftige Kampagnen.

● Fokus auf das Verständnis und die gezielte Ansprache von Zielgruppen: Da vergangenes Verhalten der stärkste Indikator für zukünftiges Verhalten ist, sollten sich Marketingfachleute angewöhnen, diese realen Daten zu nutzen, um mobile Anzeigen effektiver auszuspielen.

Die Fokussierung auf Benutzer-IDs, die auf den Aktionen der Benutzer basieren, kann die Betrugswahrscheinlichkeit drastisch verringern, da sie auf dem tatsächlichen Benutzerverhalten und nicht auf vorprogrammierten Bots beruhen.

Marketingfachleute haben bereits Zugriff auf die eindeutigen IDs der Nutzer. Durch die Erstellung einer Datenbank mit IDs erhalten Marketingfachleute außerdem die Möglichkeit, diese Zielgruppe durch die Erstellung von Lookalike Personas zu erweitern.

Mithilfe dieser Lookalike-Personas können Marketingfachleute dann neue Nutzer anhand ähnlicher Merkmale wie die aktuellen Nutzer gezielt ansprechen und ihnen Anzeigen präsentieren, die weniger anfällig für Betrug sind.

● In-App-Werbung gegenüber mobiler Webwerbung priorisieren: In-App-Werbung bietet eine bessere Sichtbarkeit als das mobile Web, das in Sachen Werbebetrug immer noch der Wilde Westen ist.

Ähnlich wie bei Desktop-Browseranzeigen ist es bei mobilen Webanzeigen schwieriger, den Anzeigenbestand zu verstehen und festzustellen, ob die Anzeigen tatsächlich angesehen werden.

Apps bieten mehr Transparenz darüber, wo Anzeigen platziert werden, insbesondere im Vergleich zum mobilen Web.

Durch den Einsatz programmatischer Mediaeinkaufstechniken wie Lookalike Targeting und die Priorisierung von In-App-Werbung gegenüber mobiler Webwerbung werden falsche Impressionen drastisch reduziert, während gleichzeitig authentischere Anzeigen erstellt werden.

● Arbeiten Sie Hand in Hand mit Ihrem DSP: Wenn Sie programmatische Werbung schalten möchten, kann die Partnerschaft mit einer Demand-Side-Plattform dazu beitragen, Ihr Betrugsrisiko zu verringern.

DSPs arbeiten mit Exchanges zusammen, um den Datenverkehr über alle ihre Kunden hinweg zu prüfen. Dadurch haben sie die Möglichkeit, die Aktivitäten der Publisher genauer zu überwachen, als es einer Marke möglich ist.

Beispielsweise verfügen DSPs über eine schwarze Liste nachweislich betrügerischer Medien, sodass sie wissen, worauf sie achten müssen.

Qualitativ hochwertige DSPs erhalten außerdem Zugang zu den neuesten Tools und Technologien für Sichtbarkeit und Betrugsprävention, wodurch das Betrugsrisiko für Marken erheblich reduziert wird.

Angesichts der Fülle an Daten, die Werbetreibenden zur Verfügung stehen, wird das Verständnis dafür, wie diese Daten genutzt werden können, um Anzeigen besser zu erstellen und auszuliefern, eine wichtige Rolle dabei spielen, die Betrugsanfälligkeit einer Marke zu verringern und die Effektivität einer Marke bei der Erreichung ihrer Zielgruppe zu erhöhen.

Marketingfachleute müssen mit ihren Technologiepartnern zusammenarbeiten, um Betrug zu minimieren und jeden Media-Dollar optimal zu nutzen.

Eine qualitativ hochwertige und konsequente Betrugsprävention bedeutet, dass die Betrugserkennung von Beginn einer Kampagne an Priorität hat und dass sich sowohl die Marke als auch ihre Partner kontinuierlich dazu verpflichten.

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by Ben Shannon
Quelle: Luxus täglich

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