Von der Erstellung bis zur Verbreitung ermöglichen neue Technologien Marketingfachleuten, neue Wege der Kundenansprache zu beschreiten. Und kluge Marken versuchen, besser zu verstehen, wie diese Zielgruppen Inhalte konsumieren.
Die Anwendung neuer Techniken verschafft Marketern und ihren Unternehmen einen Wettbewerbsvorteil. Hier sind fünf Content-Marketing-Trends, die Unternehmen laut Experten bei der Strategieentwicklung für das kommende Jahr berücksichtigen sollten.
1. Konsumenten in die virtuelle Realität eintauchen lassen.
Virtuelle Realität (VR) ist bereits in der Immobilienbranche, im Unterhaltungsbereich und im Sport weit verbreitet. Es liegt daher nahe, dass Unternehmen diesen zusätzlichen Kanal nutzen, um immersive Inhalte in ihre Marketingstrategien zu integrieren. Technologie- und Medienunternehmen wie Sony, Facebook und Apple haben in letzter Zeit nicht nur in VR, sondern auch in Augmented Reality (AR) investiert und Innovationen vorangetrieben. Schätzungen zufolge werden die Ausgaben für AR und VR im Jahr 2017 drei Milliarden US-Dollar erreichen.
Diese Zahlen deuten darauf hin, dass die beiden „Realitäten“ Marketern künftig noch mehr Möglichkeiten zur Content-Optimierung eröffnen werden. Die Partnerschaft von MANDT VR mit PodcastOne ist ein gutes Beispiel dafür, wie immersive Content-Angebote einen zuvor unerschlossenen Markt transformiert haben.
„Ab sofort können Konsumenten nicht nur PodcastOne-Moderatoren wie Adam Corolla, Dr. Drew und Shaq hören, sondern haben auch einen beispiellosen 360-Grad-Zugang zu ihren Lieblingsstars“, so Neil Mandt, Gründer und CEO von MANDT VR. „Darüber hinaus erhalten Marken und Content-Ersteller dank der App-Analysen von PodcastOne einen einzigartigen Einblick in das Nutzerverhalten bei der Anzeigenschaltung. Dies ist eine enorme Hilfe bei der Steigerung der Conversion-Rate und der Planung von Marketingstrategien.“
2. Nutzung künstlicher Intelligenz zur Kuratierung von Inhalten.
Im Zeitalter der Informationsflut macht KI die Content-Produktion vorausschauender, personalisierter und produktiver. Open Influence ist nur eines von vielen Unternehmen, das KI einsetzt, um Fotoinhalte zu taggen und die Influencer zu identifizieren, die in verschiedenen Produktkategorien das größte Engagement erzielen.
„Für unsere Influencer-Marketingkampagnen können wir jetzt Millionen von Inhalten indexieren und analysieren und sie mithilfe von Amazon Rekognition und anderen KI-Tools in Echtzeit visuell durchsuchbar machen“, so CTO Micky Dionisio. „KI ermöglicht es uns, relevante Influencer anhand ihrer Kampagnenziele zu finden und gleichzeitig die Kampagnenperformance effektiv vorherzusagen und zu überwachen. Dadurch können Marketer Influencer basierend auf Performance und ROI auswählen, anstatt sich nur auf die Verfügbarkeit zu verlassen.“
3. Erstellung hochwertiger Inhalte durch Native Advertising.
Native Advertising wird in der nächsten Generation der Content-Strategie eine entscheidende Rolle spielen. Megan James, Content-Strategin bei MGID, ist überzeugt, dass Konsumenten die Grenzen zwischen Content-Marketing und Native Advertising zunehmend verwischen werden, sobald letzteres ausgereifter und weniger aufdringlich wird.
„Strengere Werberichtlinien von Tech-Giganten wie Facebook und immer informiertere Konsumenten, die auf auffällige, minderwertige Werbung nicht reagieren, werden Native Advertising dazu zwingen, sich vollständig von Begriffen wie Clickbait und Wormhole zu distanzieren“, sagte James. „Intelligentes Native Advertising wird eine der wichtigsten Verbreitungsmethoden für hochwertige Inhalte sein, die zu Conversions führen.“
4. Authentische Interaktionen durch Livestreaming schaffen.
Ein Bericht des Social-Media-Analyseunternehmens Social Bakers ergab, dass Videobeiträge im Durchschnitt eine 135 Prozent höhere organische Reichweite erzielen als Fotobeiträge. Ein weiterer entscheidender Unterschied: Zuschauer verbringen achtmal länger Zeit mit Live-Videos als mit On-Demand-Inhalten. Kein Wunder also, dass Live-Videos zum Kern aller Online-Inhalte werden. Bis 2019 werden Videoinhalte 80 Prozent des weltweiten Internetkonsums ausmachen. Stanislav Glukhoedov, Gründer und CEO von ProSense, betrachtet Live-Videos als unschätzbaren Inhalt.
„Livestreaming ermöglicht eine Interaktion, die einem realen Gespräch so nahe wie möglich kommt. Konsumenten können Fragen stellen und in Echtzeit Antworten von Markenbotschaftern erhalten“, sagte Glukhoedov. „Durch die interaktive Natur entsteht ein stärkeres, unverfälschtes und authentisches Gefühl der Einbindung – ein Erlebnis, das traditionelle Social-Media-Inhalte wie Blog- und Fotobeiträge nicht bieten können.“
5. Entwicklung und Erzählung von Geschichten mithilfe von Influencer-Marketingkampagnen.
Menschen lassen sich naturgemäß eher von Empfehlungen von Freunden, Familie oder sogar Fremden beim Kauf eines Produkts leiten. Informationen von „Experten“ oder direkt von Marken haben im Vergleich dazu deutlich weniger Gewicht. Online-Influencer genießen hohes Vertrauen und fungieren als Bindeglied zwischen Marken und Konsumenten. Sie haben treue Follower-Communities aufgebaut, die positiv auf Social-Media-Beiträge reagieren. Dadurch entstehen in der Branche neue Formen der Interaktion. Die Fülle an Inhalten führt zu einem anhaltenden Trend hin zu reichhaltigeren und relevanteren Content-Formaten wie beispielsweise „Stories“.
„Es überrascht nicht, dass wir einen Anstieg von Stories auf Plattformen wie Snapchat und Instagram beobachten, da dieses Format aus verlinkbaren Bildern und Videos besteht und die Inhalte auf vielfältige Weise flexibel gestaltet werden können“, so Eric Dahan, CEO und Mitgründer von Open Influence. „Da Stories zudem kurzlebig sind und nur eine begrenzte Lebensdauer haben, sind sie für Nutzer äußerst relevant und anziehend – ähnlich wie ein zeitlich begrenztes Angebot im Lieblingsgeschäft. Kein Wunder also, dass Story-Inhalte von sozialen Plattformen immer beliebter werden.“
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by Jonathan Chaupin
Quelle: Unternehmer






