Programmatische Werbung wird oft mit Letzterem in Verbindung gebracht. Für viele Marketingfachleute ist sie nichts weiter als eine schnelle und einfache Möglichkeit, minderwertige Produkte zu bewerben. Premiummarken meiden dieses Medium daher komplett, da sie befürchten, damit in Verbindung gebracht zu werden – etwa mit fragwürdigen Produkten wie Internetspielen, Pennystocks oder Abnehmprodukten.
Ebenso wird Markensicherheit häufig als Problem im Zusammenhang mit programmatischer Display-Werbung genannt. Früher erreichten Werbetreibende Reichweite, indem sie große Mengen an Impressionen über Werbenetzwerke kauften, ohne Transparenz hinsichtlich der tatsächlichen Platzierung auf den Webseiten zu gewährleisten. Leider führte diese Praxis dazu, dass viele Marken auf Webseiten mit anstößigen Inhalten oder sogar betrügerisch auf sogenannten Ad-Farmen präsentiert wurden.
Glücklicherweise hat sich programmatische Displaywerbung im Laufe der Jahre stark weiterentwickelt. Sie ist nicht mehr der „Wilde Westen“ der Werbung.
Durch den fachkundigen Einsatz von Anbietern für Markensicherheit, die umsichtige Anwendung von Positiv- und Negativlisten und die Entwicklung von Best Practices im Kampagnenmanagement können diese häufigen Bedenken hinsichtlich der Markensicherheit leicht angegangen und beseitigt werden.
Darüber hinaus verkaufen die meisten großen Websites und Premium-Publisher den Großteil ihrer verfügbaren Werbeplätze nicht direkt an Marken. Hochwertige Werbeflächen werden stattdessen über private Auktionen erworben. Dieser Ansatz ermöglicht ein präziseres Zielgruppen-Targeting, wodurch die erzielten Werbeplätze deutlich wertvoller und effizienter werden – und somit der ROI einer Marke gesteigert wird.
Nutzen Sie die Kraft der programmatischen Werbung
Letztendlich ist eine effektive digitale Werbung eine solche, die die richtige Person mit der richtigen Botschaft zur richtigen Zeit und im richtigen Umfeld erreicht.
Genau das ermöglicht programmatische Technologie Marken.
Marketingfachleute können mithilfe einer Fülle von Daten die richtigen Zielgruppen identifizieren und gezielt ansprechen. Basierend auf den aktuellen Interessen oder dem bisherigen Verhalten einer Person können dann relevante Anzeigen genau zum richtigen Zeitpunkt ausgespielt werden. Die Werbebotschaften lassen sich anhand demografischer Informationen, des Standorts und einer Reihe weiterer Attribute anpassen, und die Umgebung kann über URL-, Kategorie- und kontextbezogenes Targeting ausgewählt werden.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass moderne programmatische Display-Anzeigen ein Rezept für einen hohen ROI sind. Hier sind drei Tipps, die Ihnen helfen, dieses Potenzial optimal zu nutzen:
1. Nutzen Sie First-Party-Daten-Targeting und -Modellierung. Moderne Marken verfügen heutzutage über eine Fülle von Daten und können diese Erkenntnisse nutzen, um ihre Marketingbotschaften und -platzierungen präzise abzustimmen. First-Party-Daten – aus E-Mail-Listen, CRM-Datenbanken, Website-Analysen oder anderen Quellen – sind eine wahre Goldgrube. Dennoch integrieren nur 62 Prozent der CMOs diese Daten in ihre Marketingaktivitäten, und lediglich 27 Prozent haben das Gefühl, auf all diese Daten zugreifen zu können.
Anstatt wahllos digitale Werbeeinblendungen zu streuen, können Sie Ihre First-Party-Daten nutzen, um Ihre programmatische Targeting-Strategie zu optimieren. So können Sie personalisierte Nachrichten an Ihre Kernzielgruppe und Akquisitionsbotschaften an demografische Gruppen mit ähnlichen Merkmalen senden.
2. Passen Sie Ihre Werbemittel individuell an. Allzu oft sind digitale Werbemittel lediglich recycelte Versionen von Offline-Werbemitteln. Das liegt daran, dass mehr als die Hälfte der Marketingfachleute der Meinung sind, nicht über die Ressourcen zu verfügen, um dynamisch optimierte Werbemittel einzusetzen.
Die Erzielung eines hohen ROI im programmatischen Marketing hängt maßgeblich von den eingesetzten Werbeformaten ab. Daher ist es für Markenverantwortliche entscheidend, in einzigartige Werbemittel zu investieren und gleichzeitig interaktive und immersive Werbeformate wie Video, Rich Media und Native Advertising zu nutzen. Insbesondere soziale Medien bieten vielfältige kreative Möglichkeiten, um die Kampagnenziele optimal zu erreichen.
3. Die richtigen KPIs festlegen und messen. Bei digitalen Kampagnen kann es verlockend sein, sich auf die Kennzahlen im unteren Bereich des Marketing-Funnels wie Klickrate (CTR) und Last-Touch-Conversion zu konzentrieren. Dies ist jedoch nicht der optimale Ansatz, wenn Ihr Ziel darin besteht, Markenbekanntheit zu steigern und den ROI insgesamt zu erhöhen. Wenn Sie sich bei der Optimierung auf oberflächliche Kennzahlen konzentrieren, ignorieren Sie die KPIs, die Ihnen tatsächlich Aufschluss darüber geben, ob Sie die Kaufbereitschaft und den Umsatz steigern.
Definieren Sie Benchmarks für Kennzahlen wie sichtbaren CPM, Kosten pro Besuch und Gesamtrendite der Werbeausgaben. Die Auswertung dieser KPIs zusammen mit Kennzahlen aus dem unteren Teil des Marketing-Funnels ermöglicht eine umfassendere und genauere Betrachtung Ihrer programmatischen Ergebnisse.
Programmatische Werbung wurde schon immer als Direktmarketing-Taktik zur Generierung von Leads und Klicks betrachtet, doch im Laufe der Jahre haben sich einige Missverständnisse gehalten, die Marken davon abhalten, sie zu nutzen.
Durch einen datengesteuerten Ansatz, der strategische Anzeigenplatzierung und einzigartige Kreativität priorisiert, können versierte Marketingfachleute in allen Branchen jedoch problemlos einen hervorragenden ROI durch programmatische Display-Werbung erzielen.
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by Sean Cotton
Quelle: Adotas






