Warum digitales Marketing immer wichtiger wird
Digitales Marketing ist die Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen mithilfe digitaler Technologien. Seine Hauptaufgabe besteht darin, Markeninformationen mithilfe digitaler Werkzeuge wie Suchmaschinen, sozialen Netzwerken, Apps, E-Mail und Websites an die Konsumenten zu vermitteln.
Im Vergleich zu traditionellen Kanälen wie Radio, Fernsehen, Print- und Außenwerbung usw. entstand und populär wurde digitales Marketing erst viel später – Anfang der 1990er Jahre. Damals kamen die ersten CRM-Systeme zum Einsatz.
Mit der zunehmenden Verbreitung von PCs erhielten Marketingfachleute die Möglichkeit, Kundendaten zu verwalten und Online-Werbekampagnen durchzuführen. 1994 wurde weltweit die erste interaktive digitale Bannerwerbung ausgestrahlt. Die Konversionsrate war hoch: 44 % der Nutzer, die die Anzeige sahen, besuchten die Website des Herstellers.
Die Verbreitung von Smartphones hat das Konsumverhalten verändert. Kunden suchen heute seltener Rat bei Verkäufern und informieren sich immer häufiger online über Produkte. Digitale Tools sind für Hersteller zum wichtigsten Vertriebskanal geworden, anstelle von geschulten Verkäufern.
Die Entwicklung der Marketingautomatisierung begann in den frühen 2000er Jahren. Dies ermöglichte es Unternehmen, ihre Zielgruppen zu segmentieren, personalisierte Anzeigen zu schalten und Werbekampagnen parallel über mehrere Kanäle zu starten.
Dank der sozialen Medien verfügen Hersteller heute über mehr Informationen über ihre Kunden, um ihre Marketingkampagnen besser planen zu können.
Wichtigste Trends im digitalen Marketing
Laut GartnerFolgende Bereiche des digitalen Marketings werden sich in den kommenden Jahren weiterentwickeln:
1. Sicherheit der Benutzerdaten
Marketing beinhaltet die Nutzung großer Datenmengen, darunter auch personenbezogene Daten von Nutzern. Der ethische Umgang mit Nutzerdaten gewinnt zunehmend an Bedeutung – Unternehmen müssen die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) einhalten. Unternehmen, die moderne ethische Richtlinien uneingeschränkt befolgen und die Sicherheit der Daten ihrer Kunden gewährleisten, verschaffen sich einen Wettbewerbsvorteil und sichern sich Benutzertreue.
2. Echtzeit-Marketing
Marketingbotschaften müssen den Erwartungen der Konsumenten entsprechen und sich in Echtzeit an deren Verhalten anpassen. Dadurch können Unternehmen relevante Informationen anbieten und die Konversionsrate steigern, während Marketingfachleute die Daten der Website-Besucher erfassen, analysieren und nutzen können.
3. Künstliche Intelligenz
Die Fortschritte bei Künstlicher Intelligenz (KI) und Maschinellem Lernen (ML) eröffnen Marketern neue Möglichkeiten. KI und ML helfen dabei, schnell Entscheidungen zu treffen, Marketingtaktiken anzupassen, zwischen Zielgruppen zu wechseln und Kommunikationsbotschaften während Kampagnen an veränderte Verbraucherstimmungen anzupassen. Dies verschafft dem digitalen Marketing enorme Vorteile gegenüber traditionellen Marketingkanälen, bei denen die Platzierung im Voraus geplant werden muss.
4. Geolokalisierung
Geolocation spielt eine strategische Rolle in Marketingkampagnen. Durch die Nutzung von Standortdaten können Marken besser auf die Interessen ihrer Kunden eingehen und relevante Produkte und Dienstleistungen zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort anbieten. Indem Unternehmen Daten aus dem Website-Erlebnis und dem Besuch eines Ladengeschäfts kombinieren, können sie ein umfassendes Kundenprofil erstellen und personalisierter mit den Nutzern interagieren.
5. Personalisierung
Personalisiertes Marketing Personalisierung ist eine Strategie, bei der Nutzern Webseiten, Anzeigen und Banner angezeigt werden, die ihrem Interaktionsverhalten mit der Marke entsprechen. Relevantere Inhalte wecken ihre Aufmerksamkeit. Personalisierung wird auch für Retargeting eingesetzt, um Kunden an Produkte zu erinnern, an denen sie zuvor interessiert waren, und sie zum erneuten Besuch der Webseite und zum Kauf zu animieren.
Arten des digitalen Marketings
Lassen Sie uns verschiedene Möglichkeiten betrachten, wie ein Unternehmen seine Produkte und Dienstleistungen bewerben und mit Kunden interagieren kann:
1. Social-Media-Marketing (SMM)
Im Durchschnitt verbringen Menschen täglich etwa 2 Stunden und 22 Minuten in sozialen Medien. Jeder Nutzer besitzt bis zu acht verschiedene Konten. Von den 5.11 Milliarden Smartphone-Nutzern haben 3.26 Milliarden ein Konto in sozialen Medien.
Für Marken ist es wichtig, in den sozialen Netzwerken präsent zu sein, die ihre Zielgruppe nutzt. Facebook, LinkedIn, Snapchat und Instagram bieten vielfältige Marketing-Tools und sind vollwertige digitale Marketingplattformen. Auf diesen Plattformen schalten Unternehmen zielgerichtete, bezahlte Werbung, erweitern ihren Kundenstamm, interagieren mit Kunden, erhalten Feedback, nutzen Bewertungen und führen Umfragen und Studien durch. Unternehmen, die dieses digitale Marketinginstrument effektiv einsetzen, bleiben wettbewerbsfähig.
2. Influencer-Marketing
Marken können mit Prominenten, Bloggern und Experten aus verschiedenen Bereichen zusammenarbeiten, die ähnliche Werte vertreten. So gewinnen Unternehmen die Follower von Influencern.
3. E-Mail Marketing
Etwa 60 % der Verbraucher geben an, dass E-Mails eine wichtige Rolle bei ihren Kaufentscheidungen spielen. E-Mail-Marketing ermöglicht es Unternehmen, Kunden personalisierte Angebote basierend auf ihrer Kaufhistorie oder Interaktionen mit der Marke zu senden. Darüber hinaus sind Nutzer, die Newsletter einer Marke abonniert haben, loyaler und können daher zur Teilnahme an Studien eingeladen werden – beispielsweise bei Produkteinführungen.
4. Content-Marketing
Marketingteams erstellen Inhalte – Blogbeiträge, Social-Media-Posts usw. –, über die zentrale Markenbotschaften vermittelt werden. Diese Inhalte begleiten die Konsumenten in allen Phasen ihrer Interaktion mit der Marke:
- Wissens- oder Bewusstseinsstadium – der Konsument erfährt zum ersten Mal von dem Produkt.
- Phase des Interesses – der Konsument sucht nach Informationen über das Produkt, liest Rezensionen und sieht sich Videos an.
- Phase der Entscheidungsfindung – der Verbraucher vergleicht das Produkt mit den Produkten der Konkurrenz und informiert sich über die Liefer- und Zahlungsbedingungen.
- Phase der Kundenbindung – der Kunde hat bereits einen Kauf getätigt und nutzt das Produkt; es gilt, ihn zu einer erneuten Rückkehr zu animieren.
Die konkreten Inhalte hängen unter anderem davon ab, in welcher Phase sich die Kunden befinden.
5. SEO-Marketing
Suchmaschinenoptimierung (SEO) bedeutet, Webseiten so aufzubereiten, dass Suchmaschinen sie leicht finden können. SEO nutzt verschiedene Tools, um die Sichtbarkeit einer Webseite für Suchmaschinen zu verbessern – zum Beispiel Keywords.
6. Pay-per-Click (PPC)-Marketing
Eine Marke bezahlt für Klicks auf ihre Banner und Anzeigen im Internet und kauft sich so Traffic für ihre Website.
7. Affiliate-Marketing
Eine Marke geht eine Partnerschaft mit einem anderen Unternehmen ein – beispielsweise schaltet sie Werbung im Radio-Podcast eines anderen Unternehmens und gibt Aktionscodes bekannt. Die Werte der beiden Unternehmen dürfen sich jedoch nicht widersprechen.
Die oben genannten Punkte stellen nur einige Arten von digitalem Marketing dar. In der Praxis gibt es jedoch weitaus mehr, und für unterschiedliche Aufgaben eignen sich verschiedene Tools. Wenn es Ihnen schwerfällt, sich in der schnelllebigen Technologielandschaft zurechtzufinden und die beste Strategie für Ihre Online-Präsenz zu wählen, können digitale Marketingplattformen Ihnen weiterhelfen.
Vorteile digitaler Marketingplattformen
Eine digitale Marketingplattform ist ein System, das mehrere Online-Werbekanäle vereint und einem Unternehmen verschiedene Marketinginstrumente zum Starten und Verwalten von Kampagnen bietet.
Digitale Marketingplattformen vereinen zahlreiche Funktionen in einer Lösung und bieten Teams so einen umfassenden Überblick über ihre Werbekampagnen. Die effektive Zusammenarbeit mit einer digitalen Marketingplattform bietet einer Marke folgende Vorteile:
1. Kostenschätzung und Planung
Im digitalen Marketing kann es schwierig sein, den effektivsten Kanal für eine bestimmte Aufgabe zu bestimmen. Eine digitale Marketingplattform bietet Daten zu verschiedenen digitalen Kanälen und hilft Ihnen so bei der richtigen Entscheidung. Die Plattform ermöglicht die gleichzeitige Platzierung von Werbung auf mehreren Kanälen, was für Unternehmen von Vorteil sein kann.
2. Relevante Informationen
Digitale Plattformen stützen sich auf die neuesten Daten aus dem digitalen Marketing.
3. Fertige Analysetools
Plattformen wie Google Analytics bieten Nutzern Zugriff auf Analysetools für Marketingkampagnen.
4. Effizienzschätzung
Digitale Marketingplattformen helfen dabei, KPIs zu ermitteln, sie zu testen und zu analysieren, wie sich die Zahlen im Laufe der Zeit verändern.
5. Marketing-Automatisierung
Digitale Marketingplattformen ermöglichen es Unternehmen, ihre Marketingprozesse zu automatisieren.
Fazit
Digitales Marketing ist einer der wichtigsten Bereiche des Marketings und der Markenwerbung. Digitale Marketingplattformen ermöglichen es Unternehmen, mit den richtigen Tools und einer aussagekräftigen Leistungsmessung eine effektive Strategie zu entwickeln und umzusetzen.
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by Artsiom Balabanau
Quelle: SiteProNews






